2010
proterrasancta.org

Hilfe, Erziehung und Entwicklung

Nothilfe, Abmilderung von sozialen Härtefällen, Unterstützung der Minderheiten, Altenpflege, Hilfeleistung im Krankheitsfall, Lösungen zur Wohnungsnot, Konfliktbewältigung…

Das Heilige Land wird von vielen Konflikten geplagt und macht fast ausschließlich Schlagzeilen wegen der anhaltenden Gewalt, des religiösen Extremismus und der Mauern, die zwischen den Völkern und in den Herzen der Menschen errichtet wurden.

Die Franziskaner im Heiligen Land wollen, als Hüter der Heiligen Stätten dieses gequälten Herzens der Welt, Zeugen brüderlicher Nächstenliebe sein. Durch einen konstruktiven Einsatz möchten sie den Menschen, vor allem den Schwächsten (Kindern, Kranken und Behinderten, Minderheiten…), in Notsituationen und im Alltag zur Seite stehen.

Betreiben von Schulen, Kinderförderung, Angebot von Freizeitaktivitäten, Familienunterstützung…

Schon früh verstanden die Franziskaner im Heiligen Land, dass die Heiligen Stätten ohne die «lebendigen Steine», das heißt die örtlichen christlichen Gemeinden, keine große Bedeutung haben. So legten sie von jeher großen Wert auf die Seelsorge und betreuten Pfarreien. Diese entwickelten sich zu einem Mittelpunkt des christlichen gesellschaftlichen Lebens, bei dem Begegnung, gegenseitige Unterstützung und Zusammenhalt sehr wichtig ist.

Schon in der Mitte des 16. Jh. gründeten die Franziskaner Schulen, die ersten im Heiligen Land. Diese wurden für alle geöffnet: Katholiken, Orthodoxe, Muslime, Juden. Man ging dabei von der Überzeugung aus, dass, neben der Wissensvermittlung, Schule ein «Übungsfeld des Zusammenlebens» ist, wo jeder den anderen respektieren, schätzen und lieben lernt. So ermöglichen die von den Franziskanern geleiteten Schulen einen allgemeinen Zugang zur sehr guter Bildung und die Vermittlung von christlich geprägten Werten – zwei Merkmale, die bis heute auch von nicht christlichen Eltern sehr geschätzt werden.
Heute unterhält die Kustodie des Heiligen Landes zahlreiche Schulen mit über 10.000 Schüler in Israel, Palästina, Jordanien, Zypern und im Libanon. Sie bieten einen sehr guten Unterricht an und genießen ein hohes Ansehen in der Bevölkerung. Die Schulen finanzieren sich über Schulgebühren. Allerdings ist es den Franziskanern ein Anliegen niemanden aus finanziellen Gründen den Zugang zur Bildung zu verwehren und so wird in zahlreichen Fällen teilweise oder ganz die Schulgebühr erlassen. Diese fehlenden finanziellen Mitteln müßen über Spenden gedeckt werden.

Die Franziskaner unterstützen auch die Hochschulausbildung der Christen durch Stipendien. Diese werden an ausgewählten qualifizierten junge Menschen vergeben, die an einer Universität im Nahen Osten studieren möchten. Zudem ermutigt man dadurch diese jungen Menschen bei ihrer beruflichen Entscheidung in der Region zu bleiben.

Die Schulen und Pfarreien der Kustodie bieten darüberhinaus Freizeitaktivitäten an und geben vor allem den Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Freizeit konstruktiv zu gestalten. Ein wichtiges Mittel um Verwahrlosung, Drogenabhängigkeit und Gewalt unter den Jugendlichen entgegenzuwirken. Als kulturelle Angebote werden immer wieder Konzerte und Austellungen organisiert.

Dass Erziehung und Dialog auch durch die Musik verwirklicht werden kann, beweisen die Franziskaner mit dem “Magnificat Institut“. Diese Musikschule in der Altstadt von Jerusalem wurde 1995 gegründet und bietet vielen Kindern und Jugendlichen, ungeachtet ihrer Herkunft oder Konfession, eine musikalische Bildung an.

Angebot von Berufsausbildung, Unterstützung des Handwerks, Förderung von Kleinunternehmen, Arbeitgeberfunktionen, Auftragsvergabe an lokale Unternehmen…

Die letzten Jahre sind wirtschaftlich für viele Christen im Heiligen Land sehr schwierig. Für viele fehlt es, bedingt durch den Nahostkonflikt, an wirtschaftlichen Perspektiven, was verstärkt zu ihrer Abwanderung ins Ausland führt.

Dabei ist es wichtig, dass die Orte an denen das Christentum begann mit Leben der Orstkirche gefüllt sind. Darüberhinaus haben die Christen, obwohl eine Minderheit, durch ihre Anwesenheit und dem Zeugniss der christlichen Hoffnung, Nächstenliebe und Vergebung, eine wichtige Aufgabe im gesellschaftlichen Leben des Heiligen Landes und seinen Herausforderungen.

Aus diesem Grund bemühen sich die Franziskaner Initiativen zu unterstützen, die den Christen im Heiligen Land eine wirtschaftliche Zukunft ermöglichen. Zudem hat die Kustodie des Heiligen Landes eine wichtige Rolle als Arbeitgeber und versucht wo es auch nur möglich ist lokale christliche Unternehmen bei der Auftragsvergabe zu berücksichtigen. Im Bereich der Beschäftigung von Jugendlichen wurden verschiedene Programme auf den Weg gebracht mit dem Ziel, kleine Unternehmen, Handwerkstätten und Familienbetriebe zu fördern.

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Eine Spende für das Heilige Land können Sie online oder per Banküberweisung den Projekten der Franziskaner im Heiligen Land zukommen lassen. Genauere Infos finden Sie unter:

http://www.proterrasancta.org/de/helfen/

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